Aus dem Landtag 6
fritzklub
Bürgerforum Tirol
im Tiroler Landtag
12/2009
A N T R A G
der Abgeordneten Gottfried Kapferer, Fritz Dinkhauser, Dr. Andreas Brugger, Bernhard Ernst, Fritz Gurgiser, Dr. Andrea Haselwanter-Schneider, Ing. Thomas Schnitzer
betreffend:
Ausgewogene und faire Berichterstattung in der Tiroler Landeszeitung
Die unterfertigten Abgeordneten stellen den
A N T R A G:
Der Landtag wolle beschließen:
„Die Landesregierung wird aufgefordert, die Tiroler Landeszeitung künftig so ausgewogen zu gestalten, dass Seitenanzahl, Anzahl und Umfang der Berichte und Fotos sowie sonstige Inhalte der jeweiligen Stärke der im Tiroler Landtag vertretenen Fraktionen entspricht, sodass die Zeitung die gesamte Arbeit des Landes, somit auch die des gesamten Landtages und aller im Tiroler Landtag vertretenen Fraktionen und nicht nur die Arbeit der Regierungsparteien widerspiegelt.”
Weiters wird beantragt diesen Antrag dem Ausschuss für Rechts-, Gemeinde- und Raumordnungsangelegenheiten zuzuweisen.
B E G R Ü N D U N G:
Tirol verfügt über eine Vielfalt an politischen Parteien und Bewegungen. Fünf davon sind am 01.07.2008 in den Tiroler Landtag eingezogen, um nach ihren Kräften Tirols Bevölkerung direkt zu vertreten und für diese zu arbeiten.
In diesem Zusammenhang ist es wichtig, dass Tirols Bevölkerung zusätzlich zur Berichterstattung in den Printmedien von der Tätigkeit seiner direkt gewählten Vertreter durch ein offizielles Organ des Landes Tirol informiert wird. Neben der Homepage des Landes Tirol soll unter anderem auch die “Tiroler Landeszeitung“ (tiroler.land )diese Funktion erfüllen.
Derzeit berichtet diese landeseigene Zeitung jedoch überwiegend nur von Tätigkeiten und Meinungen der Regierungsparteien und deren Regierungsmitglieder. Bekanntlich besteht die Regierung derzeit aus lediglich zwei der fünf im Landtag vertretenen Fraktionen ( ÖVP, SPÖ ), wodurch in der Berichterstattung der Landeszeitung ein starkes Ungleichgewicht zu Lasten der Oppositionsparteien ( Liste FRITZ – Bürgerforum Tirol, FPÖ, Grüne ) besteht.
Durch diese unausgewogene Berichterstattung werden nicht nur die drei betroffenen Landtagsfraktionen, sondern vielmehr auch große Teile der Tiroler Bevölkerung ignoriert und ungleich behandelt. Mit der derzeitigen Gestaltungsweise, der Form und dem Inhalt der “ Tiroler Landeszeitung “ wird dem politischen Kräfteverhältnis im Tiroler Landtag nicht entsprochen. Es sollte nicht vergessen werden, dass es sich dabei um eine offizielle Landeszeitung handelt und nicht um ein mediales Instrument der Regierungsparteien.
Eine ausgewogene und faire Berichterstattung in der Tiroler Landeszeitung sollte die oberste Maxime sein. Seitenanzahl, Anzahl und Umfang der Berichte und Fotos sowie sonstige Inhalte sollten der jeweiligen Stärke der im Tiroler Landtag vertretenen Fraktionen entsprechen. Man könnte auch an eigens eingeführte Seiten für die einzelnen politischen Gruppierungen denken, um diesen Raum für entsprechende Stellungnahmen zu bieten. Die Redaktion der “ Tiroler Landeszeitung “ sollte deshalb nach Umsetzung dieser Forderung zu einer gedeihlichen und konstruktiven Zusammenarbeit mit dem Obleuterat angehalten werden.
Ein Blick auf die kommunale Ebene zeigt, dass dies durchwegs eine gangbare Methode ist.
Beispielweise praktiziert die Landeshauptstadt Innsbruck schon seit Jahrzehnten solch ein faires System in ihrem offiziellen Informationsblatt “Innsbruck informiert“. Auch wird in vielen offiziellen Tiroler Gemeindezeitungen den im Gemeinderat vertretenen Listen entsprechender Platz zur Verfügung gestellt.
Innsbruck, am 29. Jänner 2009




